Sie sind hier: StartseiteWir über unsNachrichtenVielfältige Bereicherung - Die Sprachendienste aus aller Welt tagten in Ellwangen

Vielfältige Bereicherung - Die Sprachendienste aus aller Welt tagten in Ellwangen

Lupe
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BILC Professional Seminar 2014

Mit über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren die Sprachendienste beim BILC Professional Seminar vertreten, zu dem dieses Jahr das Referat P I 6 des Bundesministeriums der Verteidigung eingeladen hatte. Tagungsort war erstmals die schwäbische Barockstadt Ellwangen. In seiner Begrüßungsansprache machte der Präsident des Bundessprachenamtes, Wolfgang Steimels, deutlich, dass Ellwangen als vergleichsweise kleine Stadt zwar in Konkurrenz zu früheren Tagungsorten wie Wien, Kopenhagen oder Stockholm stehe, man sich aber dem Charme dieser kulturell großen süddeutschen Stadt nicht entziehen könne.

"Catering to Diversity: Tailored Approaches to Language Training" lautete das Thema der auf Englisch gehaltenen Tagung. Wie aber der zunehmenden Vielfalt der Aufgaben und Anforderungen gerecht werden? Dieser zentralen Fragestellung widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 20 Ländern in hochkarätigen Vorträgen und angeregten Diskussionen. Im Mittelpunkt stand dabei der Umgang mit der Diversität der Aufgaben im Bereich der Sprachausbildung.

In einer sich auch für alle Sprachendienste ständig wandelnden Welt, so der Präsident des Bundessprachenamtes Wolfgang Steimels, sei die Thematik des BILC-Seminars von sehr großer Relevanz. Eines der Ziele dieses Seminars müsse daher sein, neue Anknüpfungspunkte für vertiefte internationale Kooperationen zu finden. Wie aktuell das Thema Diversität ist, verdeutlichte der Leiter der Abteilung Sprachausbildung, Abteilungspräsident Gerhard Matthey, in seinem Vortrag. Anschaulich stellte er dar, mit welchen neuen Aufgaben und Herausforderungen - etwa dem wachsenden Bedarf an speziellen Sprachlehrgängen - das Bundessprachenamt und die Sprachendienste insgesamt konfrontiert sind und wie Lösungen durch mehr internationale Zusammenarbeit gefunden werden können.

Kooperation wird also nicht nur innerhalb des Bundessprachenamtes groß geschrieben, sondern erstreckt sich auch auf den nationalen und internationalen Bereich. Dies zeigte sich unter anderem auch bei den Workshops, die Teil des Seminars waren. So befassten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Nationen beispielsweise in einem von Regierungsdirektorin Gesche Sutter (BMVg P I 6) geleiteten Workshop mit der Frage, wie die einsatzvorbereitende Sprachausbildung an wechselnde internationale Rahmenbedingungen angepasst werden kann.

Auch die Stadtführung durch das nahegelegene Dinkelsbühl und das Abschlussdinner im altehrwürdigen Ballsaal des Schlosses Hohenstadt boten Gelegenheit, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen. Zudem konnte der Referatsleiter des Referats S 6 (Sprachenzentrum Süd), Regierungsdirektor Wolfgang Banek, mit seiner Liegenschaft ein hochmodernes Sprachausbildungszentrum im historischen Ambiente präsentieren, das auf dem Gelände der ehemaligen königlich-württembergischen Garnison beheimatet ist.

Insgesamt empfanden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die perfekt organisierte Veranstaltung in Ellwangen als sehr große Bereicherung - sowohl in persönlicher Hinsicht als auch im Hinblick auf die gelungene Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit.



Stand vom 27.10.2014 | Text: Dr. Loreck / BSprA | Foto: Pietsch / BSprA