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Kulturpreis Deutsche Sprache für das Bundessprachenamt

Hermann Roder schätzt an seiner Arbeit den Kontakt mit Menschen aus aller Welt. 
(Foto: © Gramatke/BSprA) Lupe
Hermann Roder schätzt an seiner Arbeit den Kontakt mit Menschen aus aller Welt.
(Foto: Gramatke/BSprA)

Das Bundessprachenamt wird mit dem Institutionenpreis Deutsche Sprache 2018 ausgezeichnet, der von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache verliehen wird. Neben dem Sprachendienstleister für die Bundeswehr und den öffentlichen Dienst, erhalten bei der Preisverleihung im Oktober die Band "Die Fantastischen Vier" und die Frankfurter Kampagne "Sprechen Sie lieber mit Ihrem Kind" eine Auszeichnung.

"Wir sind hocherfreut und stolz, mit dem Institutionenpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet zu werden", freut sich Maria-Anna Wessel, Vizepräsidentin des Bundessprachenamtes.

Die Jury des Kulturpreises Deutsche Sprache prämiert "die vorbildliche Arbeit der Abteilung Sprachausbildung, Bereich Deutsch als Fremdsprache." Seit 1969 werden am Bundessprachenamt Sprachen gelehrt - heute sind es 51. Direkt von Anfang an kamen auch Soldatinnen und Soldaten aus dem Ausland an die Bundesoberbehörde, um hier Deutsch zu lernen. Seither hat sich der Ausbildungsbereich Deutsch als Fremdsprache innerhalb der Abteilung Sprachausbildung etabliert. Jedes Jahr werden beim Bundessprachenamt etwa 700 Angehörige ausländischer Streitkräfte sowie auch ausländische Polizisten aus bis zu 60 Staaten in Deutsch ausgebildet. Darüber hinaus wird eine Deutschvorausbildung in über 30 Ländern angeboten.

Die Deutschausbildung bereitet die Soldaten beispielsweise auf ein Studium oder eine militärfachliche Ausbildung bei der Bundeswehr vor und lässt persönliche Netzwerke über Grenzen hinweg entstehen. "Menschen aus aller Welt zu begegnen und unsere Sprache und Kultur zu vermitteln, ist eine spannende und erfüllende Aufgabe", sagt der für die Deutschausbildung zuständige Regierungsdirektor Hermann Roder, der bereits eine Medienanfrage vom Radiosender Bayern 2 anlässlich der Preisvergabe erhalten hat.

Für das Engagement für die deutsche Sprache wurde die Bundesoberbehörde nun geehrt. Der Kulturpreis Deutsche Sprache wurde von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache ins Leben gerufen. Es gibt neben dem Institutionenpreis die Kategorien Jacob-Grimm-Preis und Initiativpreis Deutsche Sprache. Mit diesen Preisen wurden in diesem Jahr die Band "Die Fantastischen Vier" und die Frankfurter Initiative "Sprechen Sie lieber mit Ihrem Kind" prämiert. Im November 2001 wurden die ersten Auszeichnungen vergeben. Sämtliche Preisträger, die seither prämiert wurden, setzen sich für den Erhalt und die kreative Entwicklung der deutschen Sprache ein. Unter ihnen waren so namhafte Persönlichkeiten wie Katharina Thalbach, Udo Lindenberg, Loriot und Ulrich Tukur sowie Institutionen wie die Deutsche Bibliothek Helsinki und die Robert-Bosch-Stiftung.



Stand vom 17.05.2018 | Text: Gramatke/BSprA | Foto: Gramatke/BSprA